Von Gamschen und Manschetten zur edlen Konfektion
Im Jahre 1886 wurde am Heinrichplatz in Berlin - Kreuzberg das Eckhaus Oranienstraße 191 im Zuge des Ausbaues der Luisenstadt als Teil der westlichen Friedrichstadt im Rahmen der zweiten Stadterweiterung errichtet. Seit 1897 befindet sich in den Erdgeschoßräumen des Hauses ein Herrenausstattungsgeschäft.
Der erste Inhaber, Irving Mandel, handelte zunächst mit Kragen, Manschetten, Gamaschen und Kragenstäbchen, doch schon bald nahm er auch Maßkonfektion in sein Programm auf. Im Jahre 1931 übergab Herr Mandel das Geschäft an seinen Verkäufer Kurt Stoisik und dessen Familie. Dieser prägte den Geschäftsnamen Kusto, gebildet aus den Anfangsbuchstaben seines Namens. Nach den Kriegswirren baute er das Geschäft wieder auf und stellte sein Angebot nach dem Prinzip >>aus alt mach neu<< zusammen. In den fünfziger Jahren dann blühten die Oranienstraße und der Heinrichplatz zu neuem Leben auf, und ebenso der Herrenausstatter Kusto. Nach Kurt Stoisiks Tod im Jahre 1976 übernahm sein Neffe Hans-Jürgen Manthey das Geschäft.
1980/81 wurde das Geschäft modernisiert und erhielt die Ausstattung, in der es sich bis Ende 1999 präsentierte. 1995 eröffnete Hans-Jürgen Manthey das jetzige Geschäft Kusto-Herrenmoden am Mariendorfer Damm 349. Im hellen, architektonisch reizvollen Ambiente können Sie bei Kaffee und einem netten Gespräch nach Herzenslust stöbern. Im Februar 2010 erfolgte dann ein Umbau des Geschäftes und eine damit verbundene Erweiterung der Verkaufsfläche. Durch die Erweiterung der Verkaufsflächen werden in der ersten Etage topmodische und individuelle Damenkollektionen aus Deutschland, Frankreich und Italien angeboten. Eine typgerechte und fachliche Beratung steht bei Kusto an erster Stelle. Tolle Events und zwei große Modenschauen im Jahr werden von dem engagierten Kusto-Team auf die Beine gestellt. Besuchen Sie den Fashion Hotspot im Süden von Berlin.
Fundstücke einer Sammlergruppe: eine Hutschachtel des traditionsreichen Herrenausstatters KUSTO am Heinrichplatz in Berlin Kreuzberg. Photo: Isabella Scheel